Leitlinien

Leitlinien für den Ökumenischen Einsatzkräftenachsorgedienst (END) im Bodenseekreis

Vorwort:

„Unter Federführung der Kirchen besteht zur Betreuung der Einsatzkräfte aller Hilfsorganisationen ein Einsatzkräftenachsorgedienst (END). Er setzt sich aus kirchli­chen Seelsorger/innen und Mitgliedern der verschiedenen Hilfsorganisationen zusammen. Die Betreuungsteams des END arbeiten nach den Kriterien des Critical Incident-Stress-Management (CISM) und ermöglichen eine psychische Nachbetreuung der Einsatzkräfte nach belastenden Einsätzen. Der END kann auch zur Betreuung von Gruppen, z.B. in der Schule nach einem Amoklauf, hinzugerufen werden. Mitglieder des END nehmen regelmäßig an Aus-, Fort- und Weiterbildungen nach dem CISM-Konzept teil.“

(Zitat: Aus der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Deutschen Roten Kreuz und den evangelischen und katholischen Kirchen im Bodenseekreis „Psychosoziale Notfallversorgung (Notfallseelsorge – Notfallnachsorge) im Bodenseekreis, Nr. 5 Einsatzkräftenachsorgedienst v. 10.11.2017)

  1. Zugangsvoraussetzungen

Peer: Aktive Mitgliedschaft in einer Hilfsorganisation

PSNV: Mitglied in einer ACK-Kirche (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) und Bejahung der kirchlichen Trägerschaft;

Abgeschlossene Seelsorgeausbildung oder vergleichbares Studium

Vor Aufnahme in den Mitarbeiterstab findet ein Gespräch mit der Leitung statt, in dem die Zugangsvoraussetzungen geprüft und die Motivation (Einsatzbereitschaft / Fortbildungsbereitschaft / Teilnahme an Dienstabenden) geklärt wird. Die Leitung entscheidet in Rücksprache mit dem Team über die Aufnahme in den Mitarbeiterstab.

Die Mitarbeitenden des END verpflichten sich zur Vertraulichkeit im Rahmen ihrer Einsätze.

  1. Ausbildungsstandards für den Einsatz

Neue Mitglieder müssen einen Grund- und Aufbaukurs CISM (Baustein I und II) zum nächstmöglichen Zeitpunkt absolvieren.

Bei vergleichbarer Ausbildung ist die Bereitschaft erforderlich, sich in die Methode des CISM einzuarbeiten.

Die Ausbildungskosten werden von der Ökumenischen Notfallseelsorge Bodenseekreis übernommen.

  1. Fortbildung – Qualitätssicherung

Um die fachliche Qualifikation zu sichern wird eine dienstbegleitende Fortbildung angeboten, bestehend aus jährlich zwei Wochenend-Tagen und ca.  acht Dienstabenden (je zwei Stunden).

Der Träger des END erwartet eine kontinuierliche Bereitschaft zur Teilnahme und im Falle einer Verhinderung eine Abmeldung bei der Leitung.

Eine längere Abwesenheit (sechs Monate) führt dazu, dass Mitglieder nicht mehr in Einsatz gehen können. Ein Wiedereinstieg ist durch eine weitere Teilnahme an einem Fortbildungsangebot (z.B. Dienstabend) möglich.

  1. Beendigung der Mitarbeit

Die Beendigung der Mitarbeit ist durch eigene Entscheidung oder durch die Entscheidung der Leitung möglich. Bei Beendigung der Mitarbeit findet die Verabschiedung im Team statt. Sämtliche Ausrüstungsgegenstände (siehe 6.) sind spätestens zu diesem Zeitpunkt zurückzugeben.

  1. Leitung

Die Leitung wird in einem Turnus von vier Jahren aus dem Team der END-Mitarbeitenden gewählt.

Die Leitung besteht aus einer fachlichen Leitung und einer organisatorischen Leitung, jeweils mit einer Stellvertretung.

Die Leitung hat folgende Aufgaben:

  • Vertretung des END nach außen und innen
  • Kontakt halten zum ökumenischen Arbeitskreis der Notfallseelsorge im Bodenseekreis
  • Organisation der Fortbildung
  • Materialbeschaffung und Verteilung
  • Trägt die Verantwortung für die Dokumentation über Einsätze – Statistik – Jahresbericht
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Einsatzführung und Organisation

Leitungsaufgaben können auf Mitglieder des Teams delegiert werden.

  1. Ausrüstung

Die Ausrüstung umfasst:

  • Funkmeldeempfänger
  • Einsatzweste (mit Rückenschild)
  • Lila Einsatzjacke
  • Einsatzhose mit Reflexstreifen
  • T-Shirt mit END-Emblem
  • Sicherheitsschuhe
  • Ausweis

Die Leitlinien treten in Kraft am __01. April 2018__.

Ansprechpartner:

Bernd Eberle

Organisatorischer Leiter (ORGL)

Hohreuteweg 27

88693 Deggenhausertal-Urnau

Email: b.eberle@end-bodenseekreis.org

Pfarrer Michael Schauber

Fachlicher Leiter

Zur Kohlerbreite 1

88696 Owingen

Email: Michael.Schauber@kbz.ekiba.de

Im Notfall erreichen Sie uns über die Leitstelle Tel.: 07541-19222 !

Bitte beachten Sie auch unseren Informations-Flyer:  Download Flyer END Bodenseekreis 2018

Owingen, 31. Dezember 2017

Pfr. M. Schauber